Wusstest du? Schnee wurde in der Geschichte der Menschheit als Symbol für den Tod und die Wiederauferstehung gesehen. Der Schnee bedeckte die Natur unter einer weißen (reinen) Decke, um im Frühjahr die Natur nach dem Schmelzen wieder auferstehen zu lassen. Diese Verbindung lässt sich heute noch in dem Wort „Witwe“ und „Witwer“ erkennen! Besonders deutlich wird diese Analogie in dem Plattdeutschen Wortgebrauch „Witfru“ (Weiße Frau).

Der Schnee hüllt das Alte in ein Schweigen und zwingt uns zur Einkehr. Nur in dieser Stille offenbart sich die Klarheit der verborgenen Konturen.

Der Schnee legt einen sanften, stillen Mantel über das Getümmel der Welt. Er erinnert uns daran, innezuhalten, den Lärm des Lebens zu unterbrechen und die Ruhe der Natur zu suchen. Erst in dieser Reinheit können wir das wahre Fundament unseres Wesens erkennen und die unveränderlichen Tugenden, die tief in uns liegen.

Wahre Erneuerung und Klarheit erfordern eine bewusste Verlangsamung, das Verbergen der täglichen Ablenkungen, die uns von unserem inneren Ziel ablenken. Man muss die Stille aufsuchen, um das Wesentliche, das jenseits der Oberfläche ruht, zu hören und zu verstehen.

Die Freimaurerei zeigt den Weg zur inneren Einkehr und zur Selbstfindung. Sie lehrt uns, wie wir den Geist reinigen und die Reinheit des Herzens pflegen, um die harmonische Ordnung des eigenen Charakters zu erkennen und zu bewahren. Die Arbeit in der Loge bietet den sicheren Raum, in dem wir uns von den äußeren Einflüssen befreien und das wahre Fundament unseres Handelns klären können.