
Was geschieht, wenn das Licht die Dunkelheit berührt?
Seit Jahrtausenden sucht der Mensch nach dem Licht.
Im alten Ägypten galten Obelisken als steingewordene Sonnenstrahlen – eine Verbindung zwischen Erde und Himmel, zwischen dem Menschen und dem Sonnengott Re.
Ihre Spitzen waren mit Gold oder einer glänzenden Gold-Silber-Legierung überzogen. Wenn am Morgen die ersten Sonnenstrahlen die Spitze trafen, wurde das Licht weit über das noch dunkle Land reflektiert.
Ein Sinnbild für etwas Zeitloses:
Das Licht kehrt zurück.
Es ist der Sieg über die Dunkelheit. Die Wiedergeburt. Der Beginn eines neuen Tages.
Auch in der Freimaurerei besitzt das Licht eine besondere Bedeutung. Es steht für Erkenntnis, Weisheit, Wahrheit und Erleuchtung.
In jeder Loge brennen drei Lichter. Sie erinnern an die grundlegenden Prinzipien, auf denen das freimaurerische Streben ruht.
Doch Licht allein genügt nicht.
Es muss gesehen, verstanden und weitergetragen werden.
Denn ein Mensch, der Wissen erlangt, Zusammenhänge erkennt und seinen eigenen Schatten zu verstehen beginnt, kann nicht nur sein eigenes Leben verändern. Er kann auch Licht in die Welt tragen.
Vielleicht liegt genau darin eine der ältesten Aufgaben des Menschen:
Nicht das Licht für sich zu behalten.
Sondern es so zu reflektieren, dass auch andere ihren Weg aus der Dunkelheit finden.
Denn manchmal braucht es nur einen einzigen Lichtstrahl, um zu erkennen, dass die Dunkelheit nicht das Ende ist.
Die Freimaurerei arbeitet mit solchen Bildern und Symbolen, um Erkenntnis nicht nur zu erklären, sondern erfahrbar zu machen. Sie begleitet den Menschen auf seinem Weg – hin zu mehr Weisheit, Wahrheit und zu der Frage:
Welches Licht trägst du in die Welt?